Amnesty International Hochschulgruppe Frankfurt

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Hochschulgruppe Frankfurt

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18.12.2015

Aktion gegen Waffenhandel

Zwischen dem vorweihnachtlichen Trubel und der sich langsam einstellende Besinnlichkeit, die die Feiertage ankündigt, wollte die Frankfurter Hochschulgruppe von Amnesty International auf die prekäre Situation von deutschen Waffenexporten aufmerksam machen.
Am Freitag, 18. Dezember, haben wir in der Innenstadt Unterschriften für eine Verschärfung der Rüstungsexportkontrollen sowie die Einführung von Endverbleibskontrollen bereits gelieferter Waffen gesammelt, die an den deutschen Außenminister geschickt werden. Außerdem hatten wir die Petition zur Aufklärung der Massenentführung von 43 mexikanischen Studenten in Iguala vergangenen Jahres dabei, bei der laut Augenzeugenberichten ebenfalls deutsche Waffen unrechtmäßig eingesetzt wurden. Insgesamt konnten wir 283 Unterschriften sammeln.
Die Aktion sollte gerade vor dem Hintergrund der Adventszeit aufzeigen, dass sich Menschen insbesondere in Krisen- und Kriegsgebieten keineswegs so fröhlich und unbeschwert auf Weihnachten einstimmen können wie wir. Viele Passanten sind schnellen Schrittes mit den letzten Besorgungen fürs Fest unterm Arm an unserem Stand vorbeigeeilt, blieben dann aber doch nachdenklich stehen als sie sahen, dass die flackernden Windlichter Maschinengewehre zierten und die Kerzen in Form einer Waffensilhoutte angeordnet waren. Zudem haben wir Plätzchen gebacken, davon auch einen Teil in Waffenform. Beim Griff in die Keksdose haben viele dann doch lieber zu Tannenbaum und Stern mit Zuckerguss gegriffen, als eine AK47 zu naschen.
Mit Unterstützung der HSG Darmstadt haben wir durch einen Smartmob auf die grausamen Auswirkungen von Waffenhandel für die zivile Bevölkerung in den betroffenen Gebieten hingewiesen. Um zu zeigen, dass pro Minute ein Mensch durch Waffengewalt stirbt, haben wir genau das über die Zeil gerufen und nach und nach jeweils eine Kerze ausgepustet. Trotz der allgemeinen Hektik auf der Einkaufsmeile hoffen wir durch diese leicht provokante Aktion die Menschen zum Nachdenken angeregt zu haben und konnten viele Unterschriften sammeln.
Julia