Amnesty International Hochschulgruppe Frankfurt

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01.07.2016

Amnesty beim Sommerfest der Goethe-Uni

Zum Sommerfest der Goethe Universität am 01. Juli 2016 war auch die Amnesty International Hochschulgruppe mit einem Informationsstand vertreten. Hauptsächlich ging es uns dabei um die generelle Aufklärung über die Arbeit von Amnesty International. Neben Karten und Informations- Flyern stellten wir auch den aktuellsten Amnesty Report 2015/2016 zur Verfügung. Darin ist die weltweite Lage der Menschenrechte in 160 Ländern und Territorien dokumentiert.

Aktuell lief eine Petition zu Indien mit dem Titel "Zivilgesellschaft unter Druck". In vielen Ländern, darunter in Indien, schränken Regierungen die Aktivitäten von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf verschiedenste Weise immer stärker ein. Die indische Regierung hat ein Gesetz zur Finanzierung von Organisationen verabschiedet ("Foreign Contribution Regulation Act"). Es legt fest, dass NGOs registriert sein müssen, um Fördergelder aus dem Ausland beziehen zu können. Die Zulassung kann dabei für 180 Tage ausgesetzt werden, um eine Organisation zu überprüfen. In dieser Zeit werden die Konten der NGO gesperrt. Dies hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass zahlreiche Organisationen ihre Arbeit einstellen mussten. Anderen wurde die Zulassung dauerhaft entzogen. Davon war auch "People's Watch", eine Menschenrechtsorganisation in Madurai betroffen. Die Organisation kämpft seit über 20 Jahren für die Menschenrechte in Indien und musste infolge des Gesetzes zahlreiche MitarbeiterInnen entlassen und ein Rehabilitionszentrum für Gewaltopfer wegen des fehlenden Geldes schließen. Zudem werden MenschenrechtsverteidigerInnen als Staatsfeinde beschimpft oder sogar in die Nähe von Terroristen gerückt. Ihre Arbeit wird kriminalisiert, indem haltlose Anklagen gegen sie erhoben werden. Auch Journalisten werden von der Regierung ins Visier genommen: Der Journalist Santosh Yadav hat in der Vergangenheit über Polizeigewalt berichtet und wurde im September 2015 festgenommen wegen Teilnahme an Aufständen, krimineller Verschwörung, Mordes und Unterstützug einer terroristischen Beschwörung. Beweise dazu liegen allerdings bislang nicht vor. Die Zivilgesellschaft steht wegen der genannten Tatsachen extremst unter Druck. Mit der Petition fordert Amnesty International gegenüber der indischen Regierung insbesondere die Freilassung von Menschen, die allein deshalb inhaftiert sind, weil sie friedlich ihre Überzeugung vertreten oder die wegen ihrer Herkunft, sexuellen Orientierung oder Religion verfolgt werden sowie die Beachtung der Menschenrechte. Es wurden beim Sommerfest zahlreiche Unterschriften für die Petition gesammelt. 
 Die Eyecatcher unseres Standes waren jedoch die selbstverzierten Amnesty Jutebeutel. Mit knalligen Neonfarben konnten interessierte Menschenrechtler ihre eigenen Stoffbeutel verzieren und daran eine Amnesty- Anstecknadel befestigen. Zusätzlich gab es Amnesty International- Armbänder.

Insgesamt war es eine erfolgreiche Aktion von der Amnesty International Hochschulgruppe. Das Wetter war schön, es lief Musik und Interessierte konnten etwas Gutes für die Gesellschaft durch eine eigene Unterschrift tun. Auch in Zukunft plant die Amnesty Hochschulgruppe fleißig Informationsstände und Aktionen, wie zum Beispiel Flashmobs und Kneipensammlungen.

Anny